Meilenstein für den Grasbrook: Abbruch des Überseezentrums hat begonnen

Die umfangreichen Maßnahmen der Flächenherrichtung für den Bau des neuen Stadtteils starteten am 8. Juli 2021 mit dem Abbruch der Bestandsgebäude im nördlichen Teil des Gebiets

Unter diesen Gebäuden ist auch das achtgeschossige Büro- und Verwaltungsgebäude. Später folgen das große Schleppdach im Süden des Gebiets und kleinere Gebäude im Westen, zum Schluss dann die zentralen Lagerhallen des Überseezentrums selbst. Der prägnante Schriftzug „Überseezentrum“ wird sorgfältig sichergestellt, um ihn gegebenenfalls in einer späteren Nutzung wieder einzusetzen.

Weitere besondere Herausforderungen bestehen bei der sich an den Abbruch anschließenden Kampfmittelsondierung, da es sich bei den Verdachtsflächen zu einem großen Teil um ehemalige, nach dem Krieg verfüllte Wasserflächen handelt, die mit mehr als 13 Metern besonders tief liegen. Danach wird das gesamte Gelände auf ein hochwassergeschütztes Niveau aufgehöht. Die gesamten Arbeiten dauern bis Juni 2024 an.

Ehemaliges Überseezentrum macht Platz für einen großen Park und Wohnungen

Im Sommer 2021 wird das von der Stadt beauftragte Planungsteam Herzog & de Meuron und Vogt Landschaftsarchitekten die so genannte Funktions- und Freiraumplanung abschließen, die das Gesamtbild des Stadtteils in den Grundzügen bestimmen wird. Darauf bauen später die Grundstücksanhandgaben und die hochbaulichen Architekturwettbewerbe auf. 2023 kann voraussichtlich mit dem Bau der ersten Gebäude und des Parks begonnen werden.

Auf der frei geräumten und vorbereiteten Fläche entstehen dann eine Parklandschaft, circa 3.000 Wohnungen, frei finanziert und gefördert, für Genossenschaften und Baugemeinschaften sowie circa 16.000 Arbeitsplätze. Mit neuen Einkaufsmöglichkeiten, Bildungseinrichtungen, vielfältigen Sport- und Freizeitangeboten und einem großen zentralen Park wird der Grasbrook zusammen mit der Veddel konzipiert, als „10-Minuten-Stadtteil“ der kurzen Distanzen, in dem alles Wesentliche zu Fuß erreichbar sein wird.

Im Laufe der sich an den Wettbewerb anschließenden Funktions- und Freiraumplanung wurde das Quartier Moldauhafen weiter gedacht und optimiert: Die Wohninseln sind im Vergleich zum vorherigen Entwurf jetzt großzügiger gestaltet, der Park wird in seiner imposanten Größe an den Moldauhafen gerückt. Das neue Dach wird rund 180 Meter lang sein, erhält ein nutzbares Warftgeschoss und eine Dachfläche mit Photovoltaikanlagen. In direkter Verlängerung der neuen Veddeler Brücke bildet die Dachkonstruktion als städtebauliches Zeichen einen eindrucksvollen Eingang zum Stadtteil. Mit vielfältigen gewerblichen und nachbarschaftlichen Nutzungen, die noch näher zu definieren sind, kann das Dach außerdem zu einem wichtigen sozialen Kristallisationspunkt der Nachbarschaft zur Veddel werden.

Weitere Informationen sind in der Pressemitteilung zu finden.