Hamburgs neuer Stadtteil Grasbrook

Der neue Stadtteil Grasbrook liegt gegenüber der HafenCity, südlich der Elbe, und wird der westlich angrenzende neue Stadtteilnachbar der Veddel sein. Der Stadtteil soll ein gemischter und lebendiger Ort werden, gleichzeitig hat er das Potenzial für ein weltweit vorbildliches nachhaltiges Projekt, das die begrenzten Ressourcen berücksichtigt.

Vorgesehen sind circa 3.000 Wohnungen, in Miete und Eigentum, für Genossenschaften und Baugemeinschaften, davon ein Drittel geförderte Wohnungen.  Auch die soziale Infrastruktur mit Grundschule und Kitas sowie neue Angebote für Nahversorgung, Sport und Kultur werden hier ihren Platz finden.  Darüber hinaus entstehen circa 16.000 Arbeitsplätze.  Der Lärm aus dem Bahn- und Straßenbereich sowie Gewerbe erschweren es, mehr Wohnungen zu bauen. Im Stadtteil Grasbrook werden voraussichtlich eine große Grünfläche von circa sechs Hektar sowie vier Kilometer lange grüne Uferpromenaden an der Elbe und den Hafenbecken geschaffen, die zu Freizeit- und Sportnutzungen einladen.  Soweit die Grundidee.

Der Grasbrook soll nicht als isolierte ‚Insel‘, sondern im intensiven Dialog mit den Menschen aus den Nachbarstadtteilen entwickelt werden. Bereits in einer frühen Entwicklungsphase, von Juni 2018 bis Februar 2019, waren die Nachbarinnen und Nachbarn aus der Veddel, aus Rothenburgsort, Wilhelmsburg und der HafenCity sowie die Hamburger Stadtgesellschaft im Rahmen von vier „Grasbrook Werkstätten“, einer Online-Beteiligung sowie aufsuchender Befragung dazu eingeladen, aktiv am Ideenprozess mitzuwirken. In einem intensiven Dialog wurden gemeinsame Werte und Visionen für den neuen Stadtteil erarbeitet. Es haben sich konkrete Prüfaufträge, Aufgaben und Herausforderungen herauskristallisiert. Und es entstand ein wertvoller „Ideenspeicher“ als Inspirationsquelle für die künftige Entwicklung des Grasbrook.

Der neue Stadtteil Grasbrook schlägt die Brücke von der inneren Stadt nach Süden auf die Elbinseln und soll auch einen unmittelbaren  Nutzen für die Menschen in den Nachbarstadtteilen stiften, u. a. durch einen verbesserten Zugang zum ÖPNV, voraussichtlich mit einer neuen U-Bahnstation „Grasbrook“ und neuen Fahrradverbindungen. Gleichzeitig entstehen ein gut erreichbares Arbeitsplatzangebot, neue Kultureinrichtungen wie das Deutsche Hafenmuseum, aber auch herausragende Grün- und Sportflächen.  Wesentliche Teile des Kleinen Grasbrook verbleiben jedoch als Hafenareal und die Flächen werden effizienter genutzt als bisher.

Diese Erkenntnisse, Fragestellungen und Ideen wurden ausgewertet und in einer Dokumentationsbroschüre (Verlinkung) zusammengefasst und fließen nun in die Aufgabenstellung des Wettbewerblichen Dialogs (Verlinkung) ein, der am 20. Juni 2019 EU-weit angekündigt wurde und ab 18. September 2019 startet. Weitere Beteiligungsmöglichkeiten wird es auch während des Wettbewerblichen Dialogs geben.

Im Frühjahr 2020 wird das städtebauliche und freiraumplanerische Bild für den Grasbrook näher bestimmt sein. So wird der neue Stadtteil Schritt für Schritt konkrete Gestalt annehmen. Verantwortlich für die Bündelung der Aufgaben und die Entwicklung ist die stadteigene HafenCity Hamburg GmbH. Der Entwicklungszeitraum für den neuen Stadtteil wird circa 20 Jahre umfassen.