Ideen für den neuen Stadtteil Grasbrook

Der neue Stadtteil Grasbrook soll nicht als isolierte „Insel“, sondern im Kontext mit den umliegenden Stadträumen und im intensiven Dialog mit den Menschen in Hamburg und den Nachbarstadtteilen entwickelt werden. Die Einbettung des Grasbrook in die Nachbarschaft, insbesondere der Veddel, aber auch von Rothenburgsort, Wilhelmsburg und der HafenCity, wurde von Beginn an mitgedacht und als wichtige Aufgabenstellung in den städtebaulichen und freiraumplanerischen Wettbewerb eingespeist.

Durch seine Wasser- und Parklagen, die künftig hervorragende ÖPNV-Anbindung und seine räumlichen Möglichkeiten bringt der Grasbrook die große Chance mit sich, ein Innovationsstadtteil von gesamtstädtischer Bedeutung, eine Art „Fortschrittslabor“ der Stadt Hamburg, zu werden. Die Einladung zum Mitdenken richtet sich daher an eine breite Hamburger Öffentlichkeit sowie an Fachexperten und Expertinnen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.

Mit einer öffentliche Stadtwerkstatt am 1. Juni 2018 starteten die HafenCity Hamburg GmbH und die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen den Ideenprozess für den Grasbrook.  Bis zum Abschluss des Wettbewerblichen Dialogs im April 2020 fanden insgesamt acht Bürgerwerkstätten mit Fachexperten, Akteuren aus der Nachbarschaft und interessierten Bürgerinnen und Bürgern statt. Hinzu kamen Online-Beteiligung, Ausstellungen sowie aufsuchende Befragung im Rahmen des Stadtteilfestes Veddel.

Themen und Ergebnisse aus der Beteiligung

In einem intensiven Dialog wurden gemeinsame Werte und Visionen erarbeitet. Es haben sich Aufgaben und Herausforderungen aus dem direkten Zusammenspiel mit der Nachbarschaft herauskristallisiert und es entstand ein wertvoller „Ideenspeicher“ als Inspirationsquelle für die künftige Entwicklung des Stadtteils.

Zentrale Themen aus der öffentlichen Beteiligung waren:

  • Verbindungen Veddel-Grasbrook (attraktive Querungen, nachbarschaftliche Treffpunkte und
    gemeinsame Angebote)
  • Vielfältiger Städtebau und Mischung unterschiedlicher Nutzungen
  • Umgang mit Vorhandenem – mit Bestandsgebäuden ebenso wie mit Vegetation
  • Vielfältige öffentliche Freiräume für unterschiedliche Bedürfnisse
  • Attraktive Ufer und ausreichend Zugänge zum Wasser
  • Beitrag zur nachhaltigen und klimagerechten Stadt
  • Verschiedene Mobilitätsangebote und Gestaltung autoarmer Quartiere

Zu den Ergebnissen des Beteiligungsprozesses im Detail:

Insgesamt haben in der Wettbewerbsphase circa 2.500 Bürgerinnen und Bürger ihre Anregungen, Befürchtungen und ihr wertvolles lokales Wissen in den Ideenprozess zum Grasbrook eingebracht. Die Ergebnisse dieses intensiven Diskussionsprozesses wurden dokumentiert, ausgewertet und im Rahmen des Wettbewerblichen Dialogs sowohl in die Aufgabenstellung für die Planungsteams als auch in die Jury-Bewertung der Wettbewerbsentwürfe aufgenommen.

Im Dialog bleiben…

Dieser intensive öffentliche Beteiligungsprozess wird auch nach der finalen Jury-Entscheidung des Wettbewerblichen Dialogs im April 2020 nicht abreißen. Auch die nächsten Planungsschritte werden mit vielfältigen öffentlichen Beteiligungs- und Diskussionsmöglichkeiten begleitet. Sofern die Rahmenbedingungen der Corona-Pandemie es zulassen, werden im Herbst 2020 die Ergebnisse des Wettbewerblichen Dialogs nochmals mit Plänen und Modellen öffentlich ausgestellt und in verschiedenen Diskussionsformaten erörtert. Im Herbst 2020 startet außerdem die formale Bürgerbeteiligung im Rahmen des B-Planverfahrens.