Der Weg zu einem städtebaulichen und freiraumplanerischen Entwurf

Für die städtebauliche und freiraumplanerische Qualifizierung des neuen Hamburger Stadtteils soll unter nationaler und internationaler Beteiligung eine qualitätvolle städtebauliche und freiraumbezogene Funktionsplanung als Grundlage für die spätere Bebauungsplanung erstellt werden. Als Verfahren wurde der sogenannte Wettbewerbliche Dialog gewählt, der eine kontinuierliche Bearbeitung im Dialog und eine weitergehende Beteiligung der Öffentlichkeit ermöglicht. Als besonders innovatives Element des Wettbewerblichen Dialogs wird die Freiraumplanung nicht als „nachträgliche Begrünung“, sondern als gleichberechtigter Wettbewerbsbestandteil zeitgleich mit dem Städtebau bearbeitet.

(Die Abbildung zeigt das Wettbewerbsgebiet des Wettbewerblichen Dialogs)

Unter nationaler und internationaler Beteiligung soll eine qualitätvolle städtebauliche und freiraumbezogene Funktionsplanung als Grundlage für die spätere Bebauungsplanung erstellt werden. Als Verfahren wurde der sogenannte Wettbewerbliche Dialog gewählt, der eine kontinuierliche Bearbeitung im Dialog und eine weitergehende Beteiligung der Öffentlichkeit ermöglicht. Als besonders innovatives Element des Wettbewerblichen Dialogs wird die Freiraumplanung nicht als „nachträgliche Begrünung“, sondern als gleichberechtigter Wettbewerbsbestandteil zeitgleich mit dem Städtebau bearbeitet.

 

Der Wettbewerbliche Dialog als kombiniertes und zweiphasiges Verfahren (EU-weites Vergabeverfahren gem. § 18 VgV) für die zeitgleiche Qualifizierung der städtebaulichen und freiraumplanerischen Gestaltung des neuen Stadtteils Grasbrook startet im September 2019. Der vorgeschaltete Teilnahmewettbewerb zur Bestimmung von jeweils sechs Städtebau- und sechs Landschaftsarchitekturbüros wurde am 20. Juni 2019 EU-weit bekannt gemacht.

 

Ausgelobt wurde der Wettbewerbliche Dialog gemeinsam von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, der Behörde für Umwelt und Energie sowie der HafenCity Hamburg GmbH. Als Vorarbeiten flossen in die Aufgabestellung für die Planungsteams (Verlinkung zur Auslobungsbroschüre) die Ergebnisse der umfassenden Standortanalyse (Verlinkung), der vorlaufenden Beteiligungsprozesse (u. a. „Grasbrook-Werkstätten“) Verlinkung zur Beteiligungsbroschüre sowie erste Ansätze zu den strategischen Innovationsthemen in das Qualifizierungsverfahren ein.

 

In der Vertiefungsphase ist der Dialog der Teams untereinander ausdrücklich erwünscht. Während der Vertiefungsphase soll der Dialog zwischen den Bewerberteams, den Auslobern und der Öffentlichkeit ein wichtiges Verfahrenselement sein. Im April 2020 soll das städtebauliche und freiraumplanerische Bild für den neuen Stadtteil Grasbrook bestimmt sein.

Teilnehmende Büros

Folgende Büros wurden im Rahmen des Teilnahmewettbewerbs anhand der in der Bekanntmachung und den Auswahlunterlagen genannten Kriterien für dieses Verfahren ausgewählt:

STÄDTEBAULICHER FUNKTIONSPLAN

1. ADEPT ApS
Kopenhagen, Dänemark
www.adept.dk

2. gmp International GmbH
Hamburg, Deutschland
www.gmp-architekten.de

3. Herzog & de Meuron Basel Ltd.
Basel, Schweiz
www.herzogdemeuron.com

4. KCAP International B.V.
Rotterdam, Niederlande
www.kcap.eu

5. Mandaworks AB
Stockolm, Schweden
www.mandaworks.com

6. MVRDV B.V.
Rotterdam, Niederlande
www.mvrdv.nl

FREIRAUMPLANUNG

1. Atelier Loidl
Landschaftsarchitekten Berlin GmbH
Berlin, Hamburg
www.atelier-loidl.de

2. Karres en Brands RB
Hilversum, Niederlande
www.karresenbrands.nl

3. Ramboll Studio Dreiseitl GmbH
Hamburg, Deutschland
www.dreiseitl.com

4. Studio Vulkan Landschaftsarchitektur GmbH
Zürich, Schweiz
www.studiovulkan.ch

5. VOGT Landschaftsarchitekten AG
Zürich, Schweiz
www.vogt-la.com

6. WES GmbH LandschaftsArchitektur
Hamburg, Deutschland
www.wes-la.de

Die Kernthemen der Aufgabenstellung:

  • Räumliche und nutzungsbezogene Identitätsbildung der Teilräume/Quartiere
  • Hohe Dichte und innerstädtische Nutzungsintensität
  • Hochwertige Freiräume und Förderung urbaner Ökosysteme
  • Urbanität durch Nutzungsmischung aus Wohnen, Büro, Bildung, Kultur, Forschung und Entwicklung
  • Lärmschutz gegenüber den Verkehrstrassen im Osten und dem Hafen im Süden
  • Umgang mit (geschützten) Bestandsgebäuden und bestehenden Raumstrukturen
  • Berücksichtigung von Biodiversität und Klimawandel bei Aspekten desStadtklimas und der urbanen Wasserkreisläufe
  • Ökologische Aufwertung der Uferzonen und Einbindung der Wasserflächen
  • Erarbeitung eines nachhaltigen Erschließungs- und Mobilitätskonzepts
  • Mitdenken einer innovativer Ver- und Entsorgung (CO2 Neutralität)
  • Wirtschaftlichkeit der Bebauungs-, Erschließungs- und Freiraumstruktur

Die Auslobungsbroschüre zum Wettbewerblichen Dialog